Wäre die Ehe menschlichen Ursprungs, dann hätten Menschen das Recht, sie wieder aufzuheben. Da aber Gott die Ehe eingesetzt hat, hat allein er dieses Recht. Er hat uns gesagt, dass die Ehe erst in der kommenden Welt aufhören wird. Auch lässt sich die Ehe nicht nach menschlichen Launen regeln. Die Ehe als Institution — und damit natürlich auch jede einzelne Ehe — steht unter den Regeln und Ordnungen, die Gott gegeben hat. Hätte er nach ihrer Einsetzung nichts weiter über sie gesagt, so hätten wir vielleicht selbst solche Regeln aufstellen dürfen. Aber er hat uns nicht im Dunkeln gelassen: Gott hat seinen Willen über die Ehe auf den Seiten der Bibel offenbart. Menschen dürfen heiraten, geschieden werden und wieder heiraten nur dann, nur dann wann und nur so, wie er sagt, dass sie es ohne Sünde dürfen.
— Jay Adams (1929–2020), Theologe, Buchautor und Begründer der biblischen/nouthetischen Seelsorge
Themen: Beziehung & Familie, Ethische Fragen
Anlässe: Zum Nachdenken
Jay Adams
Jay Adams (1929–2020) war ein US-amerikanischer presbyterianisch-reformierter Theologe, Pastor und Autor. Er begründete die nouthetische Seelsorge, die säkulare Psychologie strikt ablehnt und seelische Probleme primär auf sündiges Fehlverhalten zurückführt, das biblischer Zurechtweisung bedarf. Während sein Ansatz in konservativ-evangelikalen Kreisen als Rückbesinnung auf die Bibel geschätzt wird, kritisieren Fachleute und Seelsorger den oft konfrontativen Stil sowie die Vernachlässigung psychischer und organischer Krankheitsursachen.
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