Wenn unser gepriesener Herr schon vor Tagesanbruch zu beten pflegte; wenn er ganze Nächte im Gebet zubrachte; wenn die fromme Hanna Tag und Nacht im Tempel war; wenn Paulus und Silas um Mitternacht Gott lobsangen; wenn die ersten Christen mehrere Jahrhunderte lang neben ihren Gebetszeiten am Tag auch um Mitternacht öffentlich in den Kirchen zusammenkamen, um Psalmen und Gebete zu vereinen – ist es dann nicht gewiss, dass diese Gewohnheiten den Zustand ihres Herzens zeigten? Sind sie nicht ebenso viele klare Beweise für die ganze Ausrichtung ihres Sinnes?
— William Law (1686–1761), Theologe
Themen: Gebet & Stille, Wachstum & Charakter
Anlässe: Tagesbeginn & Tagesschluss
William Law
William Law (1686–1761) war ein englischer Geistlicher und theologischer Schriftsteller, der nach der Verweigerung des Treueeids auf Georg I. vor allem in King’s Cliffe lebte und wirkte. Er forderte in einflussreichen Erbauungswerken wie „A Serious Call to a Devout and Holy Life“ eine radikale, praktische Nachfolge Christi, während seine spätere Hinwendung zur theosophischen Mystik Jakob Böhmes theologische Kritik von Zeitgenossen wie John Wesley auslöste. Für heutige Bibelleser bietet sein Werk pointierte Impulse zu einer Frömmigkeit, die Gebet, persönliche Disziplin und tätige Nächstenliebe im Alltag zusammenführt.
Alle Zitate von William Law (21)
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Wenn wir beten, bleiben die Umstände oft die gleichen, aber wir werden anders.
Oswald Chambers
Das Gebet ändert nicht Gott, sondern den Betenden.
Søren Kierkegaard
Mut ist Angst, die gebetet hat.
Corrie ten Boom
Beten ist Atem holen aus Gott.
Dietrich Bonhoeffer
Charles Haddon Spurgeon
Das Gebet rüstet uns nicht für größere Werke aus – das Gebet ist das größere Werk.
Oswald Chambers
Gott hat sein Ohr an deinem Herzen.
Augustinus von Hippo
Gebete sind Werkzeuge nicht zum Tun oder Bekommen, sondern zum Sein und Werden.
Eugene Peterson