In der Tat macht die Gemeinschaft innerhalb der Dreifaltigkeit (Johannes 17,23-24) deutlich, dass die Erschaffung der Menschheit nicht dazu diente, einen Mangel bei Gott zu beheben. Gott war vor der Erschaffung der Menschheit weder einsam noch gelangweilt noch unvollständig. Gott ist in sich selbst vollkommen und glücklich in der Gemeinschaft und Liebe, die von Ewigkeit her zwischen Vater, Sohn und Geist existieren. Anstatt also den Versuch darzustellen, einen Mangel innerhalb der Dreifaltigkeit auszugleichen, erschuf Gott die Menschheit schlicht deshalb, weil er Freude daran hat, sich selbst als Ausdruck seiner überfließenden Genügsamkeit mitzuteilen.
— Scott Hafemann (* 1954), Theologe und Neutestamentler
Bibelstelle: JHN.17.23-24
Themen: Gott, Jesus & Heiliger Geist, Liebe
Anlässe: Zum Nachdenken
Scott Hafemann
Scott Hafemann (* 1954) ist ein US-amerikanischer evangelikaler Neutestamentler und Theologe, der unter anderem am Wheaton College, am Gordon-Conwell Theological Seminary und an der University of St Andrews lehrte. Bekannt ist er für seine Arbeiten zur paulinischen Theologie, insbesondere zum zweiten Korintherbrief, sowie für die theologische Betonung der Kontinuität von Altem und Neuem Testament. Bibellesern vermittelt seine Exegese ein vertieftes Schriftverständnis, das alttestamentliche Verheißungen eng mit praktischer Kreuzesnachfolge und Glaubensgehorsam verbindet.
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