Die Betrachtung ist eine mittlere Pflicht zwischen dem Wort und dem Gebet und hat mit beiden zu tun. Das Wort nährt die Betrachtung, und die Betrachtung nährt das Gebet. Diese Pflichten müssen immer Hand in Hand gehen; die Betrachtung muss auf das Hören folgen und dem Gebet vorausgehen. Zu hören und nicht zu betrachten bleibt fruchtlos. Wir können hören und hören, aber es ist, als legte man etwas in einen Sack voller Löcher … Es ist Vermessenheit, zu beten und nicht zu betrachten. Was wir im Wort aufnehmen, verdauen wir durch die Betrachtung und lassen es durch das Gebet wieder heraus. Diese drei Pflichten müssen so geordnet sein, dass keine die andere verdrängt. Menschen sind dürr, trocken und saftlos in ihren Gebeten, weil sie sich nicht in heiligen Gedanken üben.
— Thomas Manton (1620–1677), Puritanischer Prediger
Themen: Gebet & Stille, Bibel & Wort Gottes
Anlässe: Zum Nachdenken
Thomas Manton
Thomas Manton war ein englischer puritanischer Theologe und Prediger des 17. Jahrhunderts, der vor allem in London wirkte und nach der Uniformitätsakte von 1662 als Nonkonformist aus dem kirchlichen Staatsdienst entlassen wurde. Er ist vor allem für seine umfangreichen, systematischen Predigtreihen und Schriftauslegungen bekannt, in denen er reformierte Theologie mit seelsorgerlicher Praxis verband. Heutigen Bibellesern vermitteln seine Schriften eine detaillierte Auslegung biblischer Texte mit Fokus auf die alltägliche Glaubenspraxis.
Alle Zitate von Thomas Manton (18)
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Wenn wir beten, bleiben die Umstände oft die gleichen, aber wir werden anders.
Oswald Chambers
Das Gebet ändert nicht Gott, sondern den Betenden.
Søren Kierkegaard
Mut ist Angst, die gebetet hat.
Corrie ten Boom
Beten ist Atem holen aus Gott.
Dietrich Bonhoeffer
Charles Haddon Spurgeon
Das Gebet rüstet uns nicht für größere Werke aus – das Gebet ist das größere Werk.
Oswald Chambers
Gott hat sein Ohr an deinem Herzen.
Augustinus von Hippo
Gebete sind Werkzeuge nicht zum Tun oder Bekommen, sondern zum Sein und Werden.
Eugene Peterson