Nur Honig würde uns schaden, nur Wermut uns zugrunde richten – eine Mischung aus beidem ist der beste Weg, unsere Seele gesund zu erhalten. Es ist für das Wohl der Seele am besten, wenn sowohl der warme Südwind der Barmherzigkeit als auch der kalte Nordwind der Bedrängnis über sie wehen. Und obwohl jeder Wind, der weht, den Heiligen zum Guten dient, sterben ihre Sünden doch am ehesten und gedeiht ihre Gnade am besten unter dem eiskalten, trocknenden Nordwind des Unglücks.
— Thomas Brooks (1608–1680), Puritanischer Prediger
Themen: Leid & die Frage nach Gott, Wachstum & Charakter, Gott, Jesus & Heiliger Geist
Anlässe: Zum Nachdenken
Thomas Brooks
Thomas Brooks war ein englischer puritanischer Prediger und nonkonformistischer Geistlicher, der im 17. Jahrhundert in London wirkte und 1662 im Zuge der Uniformitätsakte sein Pfarramt verlor. Bekannt ist er für seine bildhaften seelsorgerlichen Schriften über geistliche Anfechtung, Heilsgewissheit und Trost im Leiden, wobei er in seiner Gemeindepraxis eine strikte Sakramentsdisziplin durchsetzte. Für heutige Bibelleser bietet sein Werk ein exemplarisches Zeugnis puritanischer Seelsorge und praktischer Theologie zur Bewältigung innerer Krisen.
Alle Zitate von Thomas Brooks (84)
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