Nur jedes Mal, wenn du weinst, erinnere dich gewiss daran, dass dein kleiner Sohn einer der Engel Gottes ist, dass er von dort auf dich herabblickt und dich sieht und sich über deine Tränen freut und vor Gott dem Herrn auf sie weist; und noch lange wirst du diesen großen Mütterschmerz tragen. Aber er wird sich am Ende in stille Freude verwandeln, und deine bitteren Tränen werden nur noch Tränen zarter Trauer sein, die das Herz läutert und von Sünde erlöst.

Fjodor Dostojewski (1821–1881), Schriftsteller

Quelle: Die Brüder Karamasow, Übers. Constance Garnett

Themen: Trauer & Trost, Hoffnung & Zuversicht

Anlässe: Trost, Abschied & Beerdigung

Fjodor Dostojewski

Fjodor Dostojewski (1821–1881) war ein russischer Schriftsteller und Denker, der nach Zwangsarbeit und Verbannung in Sibirien vor allem in Sankt Petersburg wirkte. In Romanen wie „Schuld und Sühne“ und „Die Brüder Karamasow“ erforschte er existenzielle Fragen von Schuld, Gewissen und Glauben, vertrat publizistisch jedoch auch nationalistische und antisemitische Positionen. Für Bibelleser bietet sein Werk eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Willensfreiheit, Theodizee und der Suche nach Erlösung durch Christus inmitten menschlicher Abgründe.

Alle Zitate von Fjodor Dostojewski (266)

Mehr zu diesem Thema

Letztlich bedeutet Trauern, dem ins Auge zu sehen, was uns verwundet, in der Gegenwart Dessen, der heilen kann.

Henri Nouwen

Ein Jesus, der nie weinte, könnte nie meine Tränen abwischen.

Charles Haddon Spurgeon

Der Tod ist seinem Wesen nach beseitigt, nur sein Schatten bleibt … Niemand fürchtet sich vor einem Schatten, denn ein Schatten kann einem Menschen nicht einmal für einen Augenblick den Weg verstellen. Der Schatten eines Hundes kann nicht beißen; der Schatten eines Schwertes kann nicht töten.

Charles Haddon Spurgeon

Anfälle von Niedergeschlagenheit überkommen die meisten von uns. Wie fröhlich wir auch gewöhnlich sein mögen, wir müssen zeitweise niedergeschlagen sein. Die Starken sind nicht immer kräftig, die Weisen nicht immer bereit, die Tapferen nicht immer mutig, und die Fröhlichen nicht immer glücklich.

Charles Haddon Spurgeon

Die Glocken klingen, klingen viel anders denn sonst, wenn einer einen Toten weiß, den er lieb hat.

Martin Luther

Kein größerer Schmerz als sich erinnern glücklich heiterer Zeit im Unglück.

Dante Alighieri

Der Tod ist nicht mehr als das Hinübergehen von einem Raum in einen anderen. Aber da ist ein Unterschied für mich, wisst ihr. Denn in jenem anderen Raum werde ich sehen können.

Helen Keller

Was wir einst genossen und tief geliebt haben, können wir niemals verlieren, denn alles, was wir tief lieben, wird ein Teil von uns.

Helen Keller

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