Ob ein Mensch bereit ist, nach vorn zu einer Kirchenversammlung zu treten (oder nicht), sagt nichts über seine Bereitschaft aus, zu Christus zu kommen. Vor eine Menge zu treten hat mit dem Prozess der Bekehrung nichts zu tun, und wir haben kein Recht, eine solche falsche Kategorie eines „öffentlichen Glaubensbekenntnisses“ zu schaffen und damit die biblische Forderung für erfüllt zu erklären. Wir haben in der Tat jedes Recht – ein göttliches Recht –, die Taufe als dieses äußere und öffentliche Bekenntnis des Glaubens zu fordern. Und wir haben jedes Recht zu erwarten, dass sich dieser Glaube im Leben fortlaufend zeigt. Aber der Altarruf ist eine ganz andere Sache. Er ist eine künstliche, von Menschen gemachte Forderung, die schon aufgrund ihres menschlichen Ursprungs von keiner wirklichen Bedeutung ist.
— Fred Zaspel, Pastor, Theologe und Autor
Themen: Kirche & Gemeinde
Fred Zaspel
Fred Zaspel ist ein US-amerikanischer Theologe und reformiert-baptistischer Pastor in Pennsylvania, der zudem Systematische Theologie am Southern Baptist Theological Seminary lehrt. Bekannt ist er vor allem als Experte für das Werk von B. B. Warfield sowie als Mitgestalter der sogenannten New Covenant Theology. Bibellesern vermittelt er eine christozentrische Schriftauslegung, insbesondere der Psalmen, sowie Zugänge zur reformiert-evangelikalen Dogmatik.
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