Zerknirschung geht der wahren Buße voraus. Ein verändertes Verhalten folgt der wahren Buße. Aber dieses notwendige Vor- und Nachspiel der wahren Buße ist nicht selbst das Wesen der Buße. Wahre Buße ist die Absage an den Gedanken, dass irgendetwas in uns jemals Gottes Heiligkeit zufriedenstellen oder seine Vergebung erzwingen könnte oder würde. Wir räumen demütig ein, dass wir nichts für das bieten können, was er allein geben kann. Dann ruhen wir in seiner Zusage, denen zu vergeben, die ihn demütig suchen… Buße ist daher im Kern der demütige Ausdruck des Beg Begehrens nach einer erneuerten Beziehung zu Gott – einer Beziehung, von der wir bekennen, dass sie allein durch seine Gnade gesichert werden kann.
— Bryan Chapell (* 1954), Theologe, Pastor und Autor
Themen: Schuld & Vergebung, Gnade & Erlösung, Glaube & Vertrauen
Anlässe: Zum Nachdenken
Bryan Chapell
Bryan Chapell (* 1954) ist ein US-amerikanischer presbyterianischer Pastor, Theologe und ehemaliger Präsident des Covenant Theological Seminary. Bekannt wurde er durch sein Konzept der christuszentrierten Auslegungspredigt, das biblische Texte ausgehend von menschlicher Gebrochenheit konsequent auf die Gnade Gottes in Christus bezieht. Für Bibelleser bieten seine Schriften methodische Zugänge, um Bibeltexte jenseits von reinem Moralismus im heilsgeschichtlichen Zusammenhang zu verstehen.
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