Seit 1914 ist eine tragische Erfahrung der anderen gefolgt, als wäre die Geschichte darauf angelegt gewesen, die eitlen Wahnvorstellungen des modernen Menschen zu widerlegen.

Reinhold Niebuhr (1892–1971), Theologe

Quelle: Faith and History: A Comparison of Christian and Modern Views of History (1949)

Themen: Leid & die Frage nach Gott, Zeit & Vergänglichkeit, Ethische Fragen

Anlässe: Zum Nachdenken

Reinhold Niebuhr

Reinhold Niebuhr (1892–1971) war ein US-amerikanischer evangelischer Theologe und Sozialethiker, der nach Jahren als Gemeindepfarrer in Detroit jahrzehntelang am Union Theological Seminary in New York lehrte. Er begründete den Christlichen Realismus, verfasste das Gelassenheitsgebet und stieß mit seiner Absage an den Pazifismus sowie der theologischen Rechtfertigung politischer Machtausübung auf anhaltende Kritik. Für heutige Bibelleser bietet sein Werk Anstöße zur Reflexion über menschliche Fehlbarkeit, gesellschaftliche Schuldverstrickung und die nüchterne Anwendung biblischer Ethik in der Welt.

Alle Zitate von Reinhold Niebuhr (15)

Mehr zu diesem Thema

In unserer eigenen Verwundung können wir zu Quellen des Lebens für andere werden.

Henri Nouwen

Letztlich bedeutet Trauern, dem ins Auge zu sehen, was uns verwundet, in der Gegenwart Dessen, der heilen kann.

Henri Nouwen

Der Schmerz verlangt gehört zu werden. Gott flüstert in unseren Freuden, er spricht in unserem Gewissen, aber er schreit in unseren Schmerzen: Sie sind sein Sprachrohr, um eine taube Welt aufzuwecken.

C.S. Lewis

Wenn wir wie Trauben zertreten werden, können wir nicht an den Wein denken, der wir werden.

Henri Nouwen

Er hat beschlossen, mich nicht zu heilen, sondern mich zu halten. Je heftiger der Schmerz, desto enger Seine Umarmung.

Joni Eareckson-Tada

Möge ich das denkende Herz dieser Baracke sein. Ich möchte es wieder sein. Ich möchte das denkende Herz eines ganzen Konzentrationslagers sein.

Etty Hillesum

Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade.

Paul Claudel

Keinen Weg lässt uns Gott gehen, den er nicht selbst gegangen wäre, und auf dem er uns nicht vorausginge.

Dietrich Bonhoeffer

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