Der Sünder in der Hölle wird durch sein Urteil nicht moralisch neutral. Wir dürfen uns nicht vorstellen, dass der verdammte Sünder evangeliumsgemäße Buße zeigt und sich nach der Gegenwart Christi sehnt. Die Verdammten sehnen sich zwar nach einem Entkommen vor der Strafe, aber sie sind keine »neuen Schöpfungen«. Sie lieben in der Hölle nicht den Herrn, ihren Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all ihrer Kraft. Stattdessen sind sie nun der vollen Entfaltung ihres Wesens ohne Gnade ausgeliefert – einem Wesen, das satanisch ist (Johannes 8,44). So geht die Verdammnis immer weiter und weiter, ohne dass ein Ende der Sünde oder ihrer Strafe abzusehen wäre.

Russell Moore (* 1971), Theologe, Ethiker, Autor und Publizist

Bibelstelle: JHN.8.44

Themen: Ewigkeit & Hoffnung über den Tod, Gnade & Erlösung

Anlässe: Zum Nachdenken

Russell Moore

Russell Moore (* 1971) ist ein US-amerikanischer Theologe, Ethiker und Publizist, der unter anderem die Kommission für Ethik und Religionsfreiheit der Southern Baptist Convention leitete sowie als Chefredakteur von Christianity Today wirkte. Er steht für eine evangelikale Theologie jenseits parteipolitischer Vereinnahmung, wandte sich öffentlich gegen christlichen Nationalismus und kritisierte innerkirchliche Versäumnisse bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch. Heutigen Bibellesern vermittelt er Impulse für eine ethisch reflektierte und gesellschaftlich engagierte Nachfolge in säkularen wie polarisierten Kontexten.

Alle Zitate von Russell Moore (6)

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Ich frage mich: Was bedeutet die Hölle? Ich behaupte: die Unfähigkeit zu lieben.

Fjodor Dostojewski

Gott hat die Ewigkeit in unser Herz hineingelegt und es mit Sehnsucht erfüllt.

John Piper

Wenn ich in mir ein Verlangen finde, das keine Erfahrung in dieser Welt stillen kann, ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass ich für eine andere Welt geschaffen wurde.

C.S. Lewis

Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann, um zu gewinnen, was er nicht verlieren kann.

Jim Elliot

Ich möchte, dass ihr wißt: Wir werden Gottes Reich erreichen. Daher bin ich heute glücklich. Ich mache mir über nichts Sorgen. Meine Augen haben die Herrlichkeit des kommenden Herrn gesehen.

Martin Luther King

Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.

Dietrich Bonhoeffer

Wir wissen nicht, was kommt; aber wir wissen, wer kommt. Das heißt: die Angst verlieren, weil ich die letzte Wirklichkeit kenne.

Helmut Thielicke

Der Tod ist seinem Wesen nach beseitigt, nur sein Schatten bleibt … Niemand fürchtet sich vor einem Schatten, denn ein Schatten kann einem Menschen nicht einmal für einen Augenblick den Weg verstellen. Der Schatten eines Hundes kann nicht beißen; der Schatten eines Schwertes kann nicht töten.

Charles Haddon Spurgeon

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