Uns ist der Mord ein für alle Mal untersagt; darum dürfen wir selbst die Leibesfrucht im Mutterleib nicht zerstören, solange das Blut noch aus dem mütterlichen Körper für das neue Wesen geholt wird. Die Geburt zu verhindern ist nur ein beschleunigtes Töten; es macht keinen Unterschied, ob man einem bereits Geborenen das Leben nimmt oder ein im Entstehen begriffenes Leben zerstört. Ein Mensch ist es bereits, was ein Mensch werden soll; auch die Frucht steckt schon im Samen.

Tertullian (155–220), Kirchenvater

Themen: Ethische Fragen, Gerechtigkeit & Einsatz

Anlässe: Zum Nachdenken

Tertullian

Tertullian (ca. 155–220) war ein frühchristlicher Schriftsteller und Apologet im nordafrikanischen Karthago. Als Begründer der lateinischen Theologiesprache prägte er fundamentale Begriffe wie die Trinitätsformel, vertrat jedoch zugleich einen kompromisslosen moralischen Rigorismus und schloss sich später dem Montanismus an. Heutigen Bibellesern vermittelt er pointierte Einblicke in das frühe Christentum der Verfolgungszeit, erfordert wegen seiner extremen Positionen jedoch eine differenzierte Lektüre.

Alle Zitate von Tertullian (6)

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Wenn du Menschen verurteilst, hast du keine Zeit, sie zu lieben.

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Es ist nicht deine Aufgabe, Erfolg zu haben, sondern das Richtige zu tun: Wenn du das getan hast, liegt der Rest bei Gott.

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Das Gute, das du heute tust, wird morgen oft schon vergessen sein. Tue trotzdem Gutes.

Mutter Teresa

Meine Pflicht ist es, das Richtige zu tun. Der Rest liegt in Gottes Hand.

Martin Luther King

Es gibt keine gewöhnlichen Menschen; jeder Nächste trägt ewige Bedeutung.

C.S. Lewis

Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen.

Martin Luther King

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Alexander Solschenizyn

Ich bin nicht daran interessiert, Krumen des Mitleids aufzulesen, die vom Tisch dessen geworfen werden, der sich für meinen Herrn hält. Ich will das volle Menü der Rechte.

Desmond Tutu

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