Wenn der Verlust irgendeines zeitlichen Gutes uns in übermäßige Niedergeschlagenheit und Verzagtheit stürzt, dann zeigt sich, dass das Verlorene der Gegenstand unserer maßlosen Liebe war. Die unschuldigsten Bindungen hören auf, unschuldig zu sein, wenn sie uns zu stark bedrängen! An irgendein geschaffenes Ding zu hängen und Glück von ihm zu erwarten heißt, einen Götzen daraus zu machen und ihn an Gottes Stelle zu setzen. Mag dieser Gegenstand ein Freund sein, ein Bruder, eine Frau oder ein Kind — der Götzendienst bleibt abscheulich in den Augen des Gottes, dem unsere höchste Zuneigung gehört. Unsere wärmsten Leidenschaften, unsere innigste Liebe, unser Sehnen, Hoffen und Vertrauen sollten immer Gott zum Gegenstand haben. Er will, dass unser Glück in keinem der guten Dinge dieses Lebens seine Mitte findet.
— John Fawcett (1740–1817), Baptistenpastor, Theologe, Hymnendichter
Themen: Versuchung & Kampf, Glaube & Vertrauen
Anlässe: Zum Nachdenken
John Fawcett
John Fawcett (1740–1817) war ein britischer Baptistenpastor, Theologe und Kirchenlieddichter, der über Jahrzehnte in ländlichen Gemeinden in Yorkshire wirkte. Bekannt wurde er vor allem durch den Choral „Blest Be the Tie That Binds“, theologische Schriften zur praktischen Frömmigkeit und sein Engagement in der Ausbildung junger Prediger. Für heutige Bibelleser vermitteln seine Lieder und Kommentare Impulse zu christlicher Gemeinschaft, Sanftmut und treuem Dienst in der Ortsgemeinde.
Alle Zitate von John Fawcett (8)
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