Wir sind so vollkommen gewöhnlich, so durchschnittlich, während wir vorgeben, eine Kraft zu kennen, mit der das 20. Jahrhundert nicht rechnet. Aber wir sind 'harmlos' und bleiben deshalb unbehelligt. Wir sind geistliche Pazifisten, Nicht-Kombattanten, Kriegsdienstverweigerer in diesem Kampf auf Leben und Tod gegen die Mächte und Gewalten in der Himmelswelt. Sanftmut ist nötig im Umgang mit Menschen, aber kühne, freimütige Kühnheit ist erforderlich, um an der Gefährtenschaft des Kreuzes teilzuhaben. Wir sind 'Zuschauer' – wir coachen und kritisieren die echten Ringer, während wir uns damit begnügen, danebenzusitzen und die Feinde Gottes unangefochten zu lassen. Die Welt kann uns nicht hassen; wir sind ihren eigenen Leuten zu ähnlich. O dass Gott uns gefährlich machen würde!
— Jim Elliot (1927–1956), Missionar
Themen: Nachfolge & Jüngerschaft, Mut & Kraft, Kirche & Gemeinde
Anlässe: Zum Nachdenken
Jim Elliot
Jim Elliot war ein US-amerikanischer evangelikaler Missionar, der in den 1950er-Jahren im ecuadorianischen Amazonasgebiet unter indigenen Völkern wirkte. Bekannt wurde er durch seinen gewaltsamen Tod beim Versuch der Kontaktaufnahme mit den isoliert lebenden Huaorani sowie durch seine Schriften über radikale Glaubenshingabe. Für heutige Bibelleser veranschaulicht sein Leben den Anspruch kompromissloser Nachfolge, wirft im Rückblick jedoch auch Fragen nach den Risiken und paternalistischen Mustern historischer Missionspraxis auf.
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