Die Lehre von Gottes Souveränität und Erwählung macht dich ratlos. Ich wundere mich, dass irgendein Mensch, der an einen Gott glaubt, darüber ratlos sein kann. Denn wenn es einen Gott gibt, einen König, ewig, unsterblich und unsichtbar, dann kann er nicht anders als souverän sein — und er kann nicht anders, als nach seinem eigenen Willen zu handeln und nach seinem eigenen Vorsatz zu wählen. Diese Lehren mögen dir missfallen, aber du wirst sie nur los, wenn du das Dasein eines unendlich weisen, herrlichen und mächtigen Wesens überhaupt leugnest. Gott wäre nicht Gott, wäre er nicht so unbedingt souverän in seinem gegenwärtigen Tun und in seinen ewigen Vorentscheidungen.
— Horatius Bonar (1808–1889), Pastor
Themen: Gott, Jesus & Heiliger Geist, Zweifel & Anfragen, Führung & Gottes Wille
Anlässe: Zum Nachdenken
Horatius Bonar
Horatius Bonar (1808–1889) war ein schottischer presbyterianischer Pastor und Mitbegründer der Free Church of Scotland, der in Kelso und Edinburgh wirkte. Bekannt als produktiver Liederdichter und theologischer Autor, betonte er die stellvertretende Sühne Christi und geriet durch die Einführung von Kirchenliedern sowie seine Unterstützung für Dwight L. Moody in innerkirchliche Debatten. Heutigen Bibellesern begegnet er vor allem durch seine geistlichen Lieder sowie seelsorgerliche Schriften zur Rechtfertigung allein aus Gnade und zum Trost im Leiden.
Alle Zitate von Horatius Bonar (32)
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