Nach dem Krieg wird neben einer Flut des Humanismus eine Flut des Hasses über die Welt hereinbrechen. Als ich diese Worte hörte, hatte ich noch einmal die Gewissheit: Ich werde gegen diesen Hass in den Krieg ziehen.
— Etty Hillesum (1914–1943), Tagebuchschreiberin
Quelle: Une vie bouleversée, übers. Philippe Noble, S. 213
Themen: Frieden & Ruhe, Ethische Fragen, Mut & Kraft
Anlässe: Ermutigung, Zum Nachdenken
Etty Hillesum
Die niederländisch-jüdische Autorin Etty Hillesum führte während der nationalsozialistischen Besatzung in Amsterdam und im Durchgangslager Westerbork Tagebücher und Briefe, bevor sie 1943 in Auschwitz ermordet wurde. Ihre posthum veröffentlichten Schriften zeugen von einer undogmatischen Gottessuche, dem Verzicht auf Hass sowie dem Entschluss, das Schicksal ihres verfolgten Volkes solidarisch zu teilen. Für Bibelleser veranschaulichen ihre Texte ein Ringen um Glauben, Gebet und Mitmenschlichkeit unter extremen Bedingungen, auch wenn ihre Haltung von Kritikern mitunter als weltfremd diskutiert wurde.
Alle Zitate von Etty Hillesum (19)
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