Zitate von Greg Gilbert

Greg Gilbert (* 1977) — Pastor, Buchautor, Sprecher · Evangelikal / Reformierter Baptist · USA

Greg Gilbert (* 1977) ist ein US-amerikanischer reformiert-baptistischer Pastor und Buchautor, der seit 2010 die Third Avenue Baptist Church in Louisville (Kentucky) leitet. Bekannt wurde er durch Schriften wie „Was ist das Evangelium?“, in denen er ein reformatorisches Heilsverständnis vertritt und den Auftrag der Kirche primär auf Evangelisation und Jüngerschaft statt auf gesellschaftliche Transformation festlegt. Für Bibelleser bieten seine Werke eine systematische Auslegung biblischer Grundbegriffe, die wegen ihrer strikt calvinistischen Zuspitzung und Abgrenzung zu weiter gefassten Missionsverständnissen auch kontrovers diskutiert wird.

Epoche: Gegenwart

Wiederkehrende Themen: Gnade & Erlösung, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Zweifel & Anfragen, Nachfolge & Jüngerschaft, Zeugnis & Mission, Freiheit & Wahrheit, Bibel & Wort Gottes

Zitate von Greg Gilbert

Paulus' ganz nüchterne Feststellung, die aus zwanzig Jahren eigener Erfahrung erwachsen war: Die Botschaft, die er predigte – dass die Rettung durch einen gekreuzigten Gott zu erlangen sei –, wurde von allen entweder als zutiefst anstößig oder als völlig, komplett absurd angesehen.

Greg Gilbert

Eine Kreuzigung war nie ein privates Ereignis. Sie war immer grausam und zutiefst öffentlich, weil ihr Zweck darin bestand, die Massen in Unterwerfung unter die Behörden zu versetzen. Das Grauen des Kreuzes war unausweichlich, und die Römer beabsichtigten, dass es genau so war.

Greg Gilbert

Sicher hätte Paulus das Evangelium bekömmlicher – und weniger gefährlich – machen können, indem er behauptet hätte, es gehe um etwas anderes. Um etwas Sauberes, weniger Lächerliches als das Kreuz. Etwas Ruhmvolleres. Weniger Abstoßendes. Aber er tat es nicht. »Ich hielt es für richtig«, sagte Paulus, »unter euch nichts zu wissen als Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt« (1. Korinther 2,2). Gegen das schlimmste kulturelle Vorurteil, das man sich denken kann, machte er das ganze Evangelium unverrückbar daran fest, dass Jesus an einen stauros geschlagen und dem Sterben überlassen wurde. Hätte er einen sicheren Weg gesucht, Menschen des ersten Jahrhunderts von seiner »guten Nachricht« abzustoßen – besser hätte er es nicht machen können! Warum also tat er es? Ganz einfach: Er wusste, dass es am Ende gar kein Evangelium mehr wäre, wenn man das Kreuz wegließe, im Vorbeigehen streifte, an den Rand schöbe oder irgendetwas anderes seinen Platz in der Mitte einnehmen ließe.

Greg Gilbert

Wenn der Sohn Gottes nicht an unserer statt gestorben ist und die Strafe auf sich genommen hat, die wir für unsere Sünden verdienen, werden wir nicht gerettet werden und keine Bürger seines Reiches sein. Unsere Schuld ist zu tief. Wenn das wahr ist, dürfen wir die scharfen Kanten der Evangeliumsbotschaft nicht abschleifen. Wir dürfen den stellvertretenden Sühnetod Jesu nicht an den Rand drängen, ihn nicht durch eine andere Wahrheit ersetzen und ihn nicht zu etwas umdeuten, das weniger Anstoß erregt (und letztlich weniger wunderbar ist!), als er wirklich ist. Wenn wir das tun, bringen wir der Welt etwas dar, das nicht rettet – und das ist dann überhaupt keine gute Nachricht.

Greg Gilbert

Erlösung, Versöhnung, Annahme an Kindes statt, Heilung, Sieg – all das sind Wege, wie die Bibel über den Sieg spricht, den Christus am Kreuz errungen hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass das stellvertretende Strafleiden nur ein Bild unter vielen ist und wir uns aussuchen können, welches wir betonen möchten. Die Sühnebilder der Bibel funktionieren so nicht; sie sind kein All-you-can-eat-Buffet für Prediger. Tatsächlich findet jedes der Bilder, mit denen die Bibel die Sühne beschreibt, seine letzte Erklärung darin, dass Jesus anstelle seines Volkes starb. Wenn man der Realität hinter den Bildern nachgeht – wenn man genug Fragen nach dem Wie und Warum stellt –, stößt man ganz unten bei jedem einzelnen Bild auf das stellvertretende Strafleiden.

Greg Gilbert

Belege: crossway.org, goodnewsapologetics.com, rightnowmedia.org, thirdavenue.org

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