Zitate von Tom Wells

Tom Wells (1933–2019) — Pastor, Evangelist und Buchautor · Reformierte Baptisten · USA

Tom Wells (1933–2019) war ein US-amerikanischer Pastor, Evangelist und Buchautor der reformierten Baptisten, der fast drei Jahrzehnte lang eine Gemeinde in Ohio leitete. Bekanntheit erlangte er durch seine theozentrische Missionslehre sowie als einflussreicher Mitgestalter der sogenannten Neubund-Theologie. Heutigen Bibellesern begegnet sein Werk in Form seelsorgerlicher und bibelzentrierter Auslegungen über Gottes Wesen, Gnade und das geistliche Leben.

Epoche: Gegenwart

Wiederkehrende Themen: Gott, Jesus & Heiliger Geist, Glaube & Vertrauen, Weisheit & Erkenntnis, Zeugnis & Mission, Wachstum & Charakter, Gnade & Erlösung, Nachfolge & Jüngerschaft, Führung & Gottes Wille

Zitate von Tom Wells

Die Jugend ist die Zeit, in der dem eifrigen Lernenden alles greifbar nahe scheint. Ich habe diese Zeit hinter mir gelassen. „Ich weiß es nicht“ liegt mir heute öfter auf den Lippen. Aber genauso auch: „Gott weiß es!“ – nicht als gedankenlose Redensart, sondern als tiefe Überzeugung meines Herzens.

Tom Wells

[Gott] ist nicht ratlos, wenn er sich aufmacht, uns zu sich zurückzubringen. Er kann werben oder züchtigen. Er kann ziehen oder treiben. Er kann schnell wirken oder langsam, wie es ihm gefällt. Mit anderen Worten: Er ist frei, Gott zu sein! Und auf seine Weise, in seinem Tempo bringt er uns zurück.

Tom Wells

Er hat uns aufgetragen zu beten: „Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel“ (Matthäus 6,10). Und wenn wir dieses Gebet jemals wirklich von Herzen gebetet haben – auch nur ein einziges Mal –, dann haben wir selbst die Tür zu Tausenden von Dingen verschlossen, um die wir sonst töricht bitten würden.

Tom Wells

Wachstum in der Heiligkeit wird einen Menschen dazu führen, seine eigene Sündhaftigkeit mehr und mehr zu erkennen.

Tom Wells

Wenn Gott nur dort regiert, wo keine Sünde im Spiel ist, dann regiert Gott nicht auf dieser Erde. Wenn Sünde Gott durchkreuzen kann, ist seine Souveränität nur ein Wort und keine Tatsache.

Tom Wells

Sünde kann Gott nicht vom Thron stoßen. Genau das ist ihr Ziel, aber sie verfehlt es. Sünde bringt dem Menschen Schuld, aber sie bringt ihm nicht eine Unze Souveränität. Gott herrscht, selbst wenn Menschen sich einbilden, ihm zu trotzen.

Tom Wells

Wenn ich Christus vertraue, glaube ich sowohl an die Weisheit seiner Gebote als auch an die Aufrichtigkeit seiner Verheißungen. Gott gebietet mir nicht, an diese oder jene Verheißung Christi zu glauben. Nein, er sagt mir, dass ich an den Herrn Jesus selbst glauben muss.

Tom Wells

Menschen können die größten Wunder sehen und doch die Herrlichkeit Gottes verpassen. Welche Generation wurde jemals so mit Wundern beschenkt wie die Generation Jesu? Und doch hat diese Generation den Sohn Gottes gekreuzigt!

Tom Wells

Es gibt keine Zauberformeln für eine Erweckung. Wir können sie nicht befehlen. Wir dürfen sie sehnsüchtig erwarten, und wir sind gehalten, unsere Sehnsucht im Gebet auszusprechen.

Tom Wells

Den Glauben zu bekennen und den Glauben zu besitzen sind nicht dieselbe Sache.

Tom Wells

Anbetung ist eine Antwort auf Größe. Man wird nicht zum Anbeter, indem man einfach sagt: „Jetzt werde ich ein Anbeter.“ Das ist unmöglich. Man wird zum Anbeter, wenn man etwas Großes sieht, das Bewunderung oder Anbetung hervorruft. Das ist der einzige Weg, wie Anbeter entstehen. Anbetung ist die Antwort auf Größe.

Tom Wells

Unsere Lieder sind nicht die Ursache dafür, dass uns der Sinn für Gottes Grösse abhandengekommen ist — so einflussreich Lieder auch sind. Nein, unsere Lieder spiegeln diesen Verlust. Gottzentrierte Lieder zu singen ist wünschenswert, aber es braucht mehr. Wir singen, was wir fühlen, was wir glauben. Wenn wir die Grösse Gottes einmal wiederentdeckt haben, werden wir sie singen. Unser Lied wird unsere Überzeugung widerhallen.

Tom Wells

Du weißt, warum Menschen Gold prüfen, warum sie es ins Feuer legen. Sie wissen: Wenn es Gold ist, wird das Feuer ihm nicht schaden. Menschen wollen Gold nicht mit Feuer zerstören. Sie wollen ihm auf keine Weise schaden. Sie wollen vielmehr über jeden Zweifel hinaus beweisen, dass es Gold ist. Und genau das tut Gott, wenn er den Maßstab seines Wortes an sein Volk anlegt. Er will ihm und der Welt zeigen, dass sie wahre Christen sind.

Tom Wells

Aber was, wenn wir für unseren Erfolg auf Gott schauen? Und was, wenn Gott „eine große Schar, die niemand zählen konnte“ vor Augen und im Herzen hat? Dann sollten wir Mut fassen. Wer weiß, was Gott tun wird? Der Missionar ist nicht allein. Ihn begleitet der Gott, der beschlossen hat, sich ein Volk zu nehmen. Und Gott hat sich vorgenommen, es aus „allen Nationen und Stämmen und Sprachen“ zu holen (Offenbarung 7,9). Hier liegt die Hoffnung des Missionars. Sie liegt nicht in ihm selbst. Sie liegt in Gott.

Tom Wells

Wir müssen unsere Erfahrung immer am Wort Gottes messen. Wir dürfen niemals das Wort Gottes unserer Erfahrung anpassen.

Tom Wells

Die Bibel lehrt klar, dass Gott in seinen Kindern wirkt, damit sie nicht dauerhaft getrennt von ihm leben. In einem Gläubigen kann ein fleischlicher Wandel nur vorübergehend und teilweise sein. Einen gewohnheitsmäßig fleischlichen Christen gibt es nicht. Das wäre ein Widerspruch in sich.

Tom Wells

Du darfst nicht meinen, der Herr müsse sich mehr anstrengen, um Menschen an wenig bekannten Orten zu gebrauchen. Du darfst nicht sagen: „Nun ja, Gott fände wohl auch für mich hier irgendeinen Weg.“ „Ziele auf meine Ehre“, sagt der Herr, „dann gebrauche ich dich. Ziele darauf, mir zu gefallen, dann bist du mein Diener, genau da, wo du bist, in allem, was du tust!“

Tom Wells

Was ist also Frucht? Im Neuen Testament finden wir: Frucht ist alles, was billigerweise daraus folgt, dass wir Christus kennen. Die guten Werke und die gottgemäßen Haltungen, die aus unserer Errettung erwachsen, sind unsere Frucht. Und der Geist, der uns erfüllt, ist ihr Urheber. Paulus gibt uns in Galater 5,22-23 eine unvollständige Liste.

Tom Wells

Es läuft eine direkte Linie von unserer Lehre zu unserem Handeln, von dem, was in unserem Denken ist, zu dem, was in unseren Worten und Wegen ist … Das Herz läuft über ins Leben. Gedanken über Gott und über alles andere brechen als Taten hervor. Das Herz mit weisen Gedanken über Gott zu füllen, wird damit zum Wichtigsten und Praktischsten, was es auf der Welt gibt.

Tom Wells

Blicken wir auf die Welt der gefallenen Geister, auf Satan und seine Heerscharen. Sicherlich sind hier, wenn überhaupt irgendwo, Pläne vor den Augen Gottes verborgen. Hier sind Absichten in dichte Schleier der Finsternis gehüllt, fernab der Sicht des Allmächtigen. Aber nein! Gott sieht alles. Die schwärzesten Ratschlüsse der Hölle leuchten vor dem Verstand Gottes wie der helle Mittag.

Tom Wells

Der Schwerpunkt [der Bibel] liegt auf Gott und darauf, was Gott tut. Er liegt nicht in erster Linie auf dem Menschen und dem, was er tun sollte. Eine falsche Betonung verdreht die Wahrheit. In der Theorie mögen wir glauben, dass die Bibel von Gott handelt, während wir es durch unsere Betonung in der Praxis leugnen.

Tom Wells

Was sollen wir also zu dem Gebot sagen: „Werdet voll Geistes“ (Epheser 5,18)? Bedeutet das nicht, dass Christen nicht erfüllt sind? So sieht es aus. Der Vers könnte jedoch ebenso übersetzt werden: „Lasst euch weiterhin vom Geist erfüllen.“ Und ich glaube, das ist der richtige Weg. Es bringt die Kraft der von Paulus verwendeten Zeitform zum Ausdruck. Aber diese Übersetzung setzt voraus, dass Gläubige mit dem Geist erfüllt sind. Sie besagt: Ihr seid erfüllt, bleibt erfüllt. Oder genauer: Werdet immer wieder neu erfüllt.

Tom Wells

Wir dürfen diese Erkenntnis nicht einfach als eine Quelle der Freude für uns behalten. Wir müssen mehr tun. Wir müssen den Spuren derer folgen, die Gott erkannten und ihn verkündet haben. Hier ist unsere Aufgabe. Hier ist eine zusätzliche Freude. Diese Erkenntnis wird, wie jede Erkenntnis, am besten genossen, wenn sie geteilt wird. Und diese Erkenntnis Gottes wird, wie keine andere Erkenntnis, einer von Sünde kranken Welt Leben und Heilung bringen. Es ist die Ehre des Christen, die Herrlichkeit Gottes zu verkünden. Gott hat uns dazu geschaffen. Lasst uns aufstehen und es mit all unserer Kraft tun!

Tom Wells

Gott rettet nicht nur vor der Hölle, Gott rettet auch von der Sünde. Man kann es auch so sagen: Ein gehorsamer Lebenswandel ist nicht die Ursache der Errettung, sondern eine Wirkung von Gottes Wirken in der Seele. Die Ursache unserer Errettung ist Gottes Gnade, Gottes Barmherzigkeit. Ein Ergebnis unserer Errettung – oder ein Teil davon – ist, dass wir beginnen, so zu leben, wie Gott es will. Wir gehen unsere Schritte nicht vollkommen. Wir versagen in manchen Fällen und Umständen. Viel zu oft! Aber wenn wir wirklich Glaubende sind, ist unser Leben im Wesentlichen recht.

Tom Wells

Die bloße Neigung, Gott „Vater“ zu nennen, ohne ein Gefühl der eigenen tiefen Sündhaftigkeit, ist nicht das Werk des Geistes Gottes. Beachten Sie dies sorgfältig. Es ist äußerst wichtig. Nichts ist leichter, als Menschen zu lehren, Gott als „Vater“ anzureden. Aber das Werk des Geistes unterscheidet sich darin: Der Geist lehrt Menschen Gott „Vater“ zu nennen, die sich sonst aus Erkenntnis ihrer eigenen Sünde davor fürchten würden.

Tom Wells

Man könnte meinen, dass Scham uns nun zu unserer Aufgabe treiben müsste. Bedeuten uns die Gebote unseres Herrn so wenig? Sind wir ihm gegenüber gleichgültig? Oder wenn nicht Scham, dann Mitleid mit denen, die noch nichts gehört haben. Sind uns die Schreie der Verlorenen egal? Können wir bei einem Fernsehdrama weinen und angesichts der Not der Verlorenen trockenen Auges dabeitzen? Solche Fragen beschämen uns, und doch weiß ich, dass Scham uns nicht so bewegen wird, wie wir bewegt werden sollten. Wir brauchen ein größeres Motiv als unsere eigene Demütigung, um das Werk zu vollenden. Selbst die geistliche Armut der Menschen reicht nicht aus. Wir brauchen eine größere Vision … eine neue Vision von Gott. Und diese Vision ist majestätisch und herrlich.

Tom Wells

Der Christen ist ein Gott-Entdecker. Die christliche Vision ist die Schau Gottes. Die missionarische Vision ist ebenfalls die Schau Gottes. Sie ist nichts anderes als die christliche Vision. Es ist dieselbe Vision, die mit anderen geteilt statt nur selbst genossen wird. Es ist dieselbe Vision, die Menschen mitgeteilt wird, die von Natur aus keinen Geschmack daran haben – in der Hoffnung, dass Gott diesen Geschmack weckt, sodass auch sie zu Gottes-Anbetern werden. Die Schau Gottes zu teilen – das ist das Werk der Mission.

Tom Wells

Dieser Gott, der König ist, ist es wert, erkannt und so verkündet zu werden, wie er ist. Der Missionar, der diesen Gott verkündet, kann nicht scheitern. Wenn seine Botschaft den souveränen Gott erhebt, wird sie von Bedeutung sein, selbst wenn sie niemals dazu dient, auch nur eine einzige Seele zu gewinnen. Die Botschaft wird nicht verloren gehen. Sie kann nicht verloren gehen. Sie wird als etwas Kostbares bestehen bleiben. Vor Menschen und Engeln – ja, und vor den Dämonen der Hölle – wird sie ein Lobpreis Gottes sein!

Tom Wells

Zu sehen, wie sich die Rebellen dieser Welt in Freunde Gottes verwandeln, ist schließlich ein gottzentriertes Ziel. Es blickt über den bloßen Nutzen für den Menschen hinaus. Denn wenn sie zu Christus kommen, werden ihre Herzen verändert. Sie werden durch und durch erneuert. Als Freunde werden sie tun, was sie als Feinde nicht tun würden: Sie werden ihre Waffen niederlegen und Loblieder anstimmen; sie werden ihren Schöpfer anbeten. Sie werden den anbeten, den sie einst verachteten. Sie werden den Herrn preisen!

Tom Wells

Was ist also ein „fleischlicher Christ“? Ist es biblisch, Gläubige in „geistliche Menschen“ und „fleischliche Menschen“ zu unterteilen? Es gibt, denke ich, einen besseren Weg. Es wäre besser zu sagen, dass jeder Gläubige sowohl geistlich als auch fleischlich ist. Doch selbst das ist nicht ganz das, was das Neue Testament lehrt. Am besten ist es, das zu betonen, was die Bibel betont: Christen sind gewohnheitsmäßig oder charakteristischerweise geistliche Männer und Frauen. Wenn jemand nicht charakteristisch geistlich ist, ist er überhaupt kein Christ. Kein Bekenntnis kann seine Gottlosigkeit ausgleichen. Aber im gewissen Sinne gilt von echten Gläubigen, dass wir fleischlich sind. Das heißt, es ist wahr, dass wir manchmal noch sündigen. Wir sind beständig auf Gottes Barmherzigkeit angewiesen. Wir bleiben immer Empfänger von Gottes Gnade.

Tom Wells

Christus wird sein Volk bei seiner Wiederkunft mit unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortungen belohnen. Werden diese Unterschiede bedeutend sein? Ja und nein! An sich, ja; die eine Belohnung wird sich deutlich von der anderen unterscheiden. Aber verglichen mit dem Schicksal der Verlorenen – verglichen mit der Hölle, die unser Los gewesen wäre, hätte Christus uns nicht erlöst – werden sie verhältnismässig gering sein. Unsere gemeinsame Erfahrung der Rettung wird alle Unterschiede, die zwischen uns bleiben, überragen!

Tom Wells

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Belege: banneroftruth.org, sharperiron.org, wikipedia.org, heritagebooks.org

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