Beunruhigt vom Scheinproblem des Schmerzes spüren die meisten Menschen das eigentliche Problem gar nicht. Die wirkliche Schwierigkeit ist das Problem der Freude. In einer sündigen Welt ist Schmerz zu erwarten, Freude dagegen nicht. Wir sollten uns unablässig darüber wundern, dass es in einer Welt wie der unseren überhaupt Freude gibt.

John Gerstner (1914–1996), Theologe

Themen: Leid & die Frage nach Gott, Freude & Dankbarkeit

Anlässe: Zum Nachdenken

John Gerstner

John Gerstner (1914–1996) war ein US-amerikanischer presbyterianischer Theologe und Kirchenhistoriker, der über mehrere Jahrzehnte in Pittsburgh lehrte. Er wurde als führender Experte für Jonathan Edwards bekannt und verteidigte eine rationale, an der calvinistischen Tradition sowie der biblischen Irrtumslosigkeit ausgerichtete Apologetik. Während seine kompromisslose Kritik am Dispensationalismus und an liberalen Tendenzen scharfe Kontroversen auslöste, bieten seine Schriften bis heute Orientierung für ein historisch-reformiertes Schriftverständnis.

Alle Zitate von John Gerstner (35)

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In unserer eigenen Verwundung können wir zu Quellen des Lebens für andere werden.

Henri Nouwen

Letztlich bedeutet Trauern, dem ins Auge zu sehen, was uns verwundet, in der Gegenwart Dessen, der heilen kann.

Henri Nouwen

Der Schmerz verlangt gehört zu werden. Gott flüstert in unseren Freuden, er spricht in unserem Gewissen, aber er schreit in unseren Schmerzen: Sie sind sein Sprachrohr, um eine taube Welt aufzuwecken.

C.S. Lewis

Wenn wir wie Trauben zertreten werden, können wir nicht an den Wein denken, der wir werden.

Henri Nouwen

Er hat beschlossen, mich nicht zu heilen, sondern mich zu halten. Je heftiger der Schmerz, desto enger Seine Umarmung.

Joni Eareckson-Tada

Möge ich das denkende Herz dieser Baracke sein. Ich möchte es wieder sein. Ich möchte das denkende Herz eines ganzen Konzentrationslagers sein.

Etty Hillesum

Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade.

Paul Claudel

Keinen Weg lässt uns Gott gehen, den er nicht selbst gegangen wäre, und auf dem er uns nicht vorausginge.

Dietrich Bonhoeffer

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