Das christliche Leben ist ein großes Paradox. Wer stirbt für das eigene Ich, findet sich selbst. Wer stirbt für seine Begierden, wird in dieser Zeit ein Vielfaches empfangen und in der kommenden Welt das ewige Leben. Wenn ich nach Glück verlange, werde ich Elend ernten. Wenn ich danach lechze, geliebt zu werden, werde ich Ablehnung erfahren. Wenn ich nach Bedeutung giere, werde ich Nutzlosigkeit ernten. Wenn ich Kontrolle suche, werde ich Chaos ernten. Wenn ich nach Ansehen strebe, werde ich Demütigung ernten. Wenn ich mich aber nach Gott, seiner Weisheit und seiner Barmherzigkeit sehne, werde ich Gott, Weisheit und Barmherzigkeit empfangen. Und unterwegs werde ich – früher oder später – auch Glück, Liebe, Sinn, Ordnung und Herrlichkeit geschenkt bekommen.

David Powlison (1949–2019), Seelsorger, Theologe, Dozent und Autor der biblischen Seelsorgebewegung (CCEF)

Bibelstelle: LUK.18.29

Themen: Nachfolge & Jüngerschaft, Sinn & Identität, Wachstum & Charakter

Anlässe: Zum Nachdenken

David Powlison

David Powlison (1949–2019) war ein US-amerikanischer evangelikal-reformierter Seelsorger, Theologe und langjähriger Leiter der Christian Counseling & Educational Foundation (CCEF). Er prägte die Weiterentwicklung der biblischen Seelsorgebewegung hin zu einem gnadenorientierten Ansatz, stieß mit seiner Abgrenzung von säkularer Psychotherapie und Psychiatrie jedoch auch auf fachliche Kritik. Für Bibelleser veranschaulicht sein Werk, wie theologische Aussagen der Schrift auf persönliche Lebenskrisen, seelische Nöte und zwischenmenschliche Konflikte bezogen werden können.

Alle Zitate von David Powlison (36)

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Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann, um zu gewinnen, was er nicht verlieren kann.

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C.S. Lewis

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