Der Christ ist in seinem Glauben überzeugt, daß die Antwort, die er auf sein Leidproblem geben muß, nur möglich ist als durch die Gnade gegebener Mitvollzug der Antwort, die Jesus am Kreuz auf die Todesnot gegeben hat, in die er willig versank.

Karl Rahner (1904–1984), Theologe

Quelle: Rahner, Karl: Beiträge zur Fundamentaltheologie und Dogmatik (= Sämtliche Werke 30). Freiburg 2009, S. 852.

Themen: Leid & die Frage nach Gott, Gnade & Erlösung, Nachfolge & Jüngerschaft

Anlässe: Trost, Zum Nachdenken

Karl Rahner

Karl Rahner (1904–1984) war ein deutscher Jesuit und katholischer Dogmatiker, der als Universitätsprofessor in Innsbruck, München und Münster lehrte. Er prägte als Berater maßgeblich das Zweite Vatikanische Konzil und verband christliche Dogmatik mit moderner Philosophie, wobei sein Konzept des „anonymen Christentums“ konservative theologische Kritik hervorrief. Für heutige Bibelleser bietet sein Denken Zugänge, theologische Grundaussagen im Horizont existenzieller menschlicher Erfahrung und säkularen Denkens zu reflektieren.

Alle Zitate von Karl Rahner (23)

Mehr zu diesem Thema

In unserer eigenen Verwundung können wir zu Quellen des Lebens für andere werden.

Henri Nouwen

Letztlich bedeutet Trauern, dem ins Auge zu sehen, was uns verwundet, in der Gegenwart Dessen, der heilen kann.

Henri Nouwen

Der Schmerz verlangt gehört zu werden. Gott flüstert in unseren Freuden, er spricht in unserem Gewissen, aber er schreit in unseren Schmerzen: Sie sind sein Sprachrohr, um eine taube Welt aufzuwecken.

C.S. Lewis

Wenn wir wie Trauben zertreten werden, können wir nicht an den Wein denken, der wir werden.

Henri Nouwen

Er hat beschlossen, mich nicht zu heilen, sondern mich zu halten. Je heftiger der Schmerz, desto enger Seine Umarmung.

Joni Eareckson-Tada

Möge ich das denkende Herz dieser Baracke sein. Ich möchte es wieder sein. Ich möchte das denkende Herz eines ganzen Konzentrationslagers sein.

Etty Hillesum

Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade.

Paul Claudel

Keinen Weg lässt uns Gott gehen, den er nicht selbst gegangen wäre, und auf dem er uns nicht vorausginge.

Dietrich Bonhoeffer

Alle Zitate · lumen.bible

lumen.bible