Zitate von Karl Rahner
Karl Rahner (1904–1984) — Theologe · Katholisch · Deutschland
Karl Rahner (1904–1984) war ein deutscher Jesuit und katholischer Dogmatiker, der als Universitätsprofessor in Innsbruck, München und Münster lehrte. Er prägte als Berater maßgeblich das Zweite Vatikanische Konzil und verband christliche Dogmatik mit moderner Philosophie, wobei sein Konzept des „anonymen Christentums“ konservative theologische Kritik hervorrief. Für heutige Bibelleser bietet sein Denken Zugänge, theologische Grundaussagen im Horizont existenzieller menschlicher Erfahrung und säkularen Denkens zu reflektieren.
Epoche: 20. Jahrhundert
Wiederkehrende Themen: Glaube & Vertrauen, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Nachfolge & Jüngerschaft, Kirche & Gemeinde, Wachstum & Charakter, Demut & Stolz, Weisheit & Erkenntnis, Gebet & Stille
Zitate von Karl Rahner
Die Tugend des Alltags ist die Hoffnung, in der man das Mögliche tut und das Unmögliche Gott zutraut.
Karl Rahner
Der Fromme der Zukunft wird ein Mystiker sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird nicht mehr sein.
Karl Rahner
Die Kirche ist eine alte Frau mit vielen Runzeln und Falten. Aber sie ist meine Mutter. Und eine Mutter schlägt man nicht.
Karl Rahner
Die unbequemste Art der Fortbewegung ist das In-sich-Gehen.
Karl Rahner
Zum Bittgebet gehört beides: die Gewissheit der Erhörung und der restlose Verzicht, nach eigenem Plan erhört zu werden.
Karl Rahner
Am Ende geht man mit leeren Händen fort, ich weiß es; aber so ist es gut. Dann schaut man auf den Gekreuzigten und geht.
Karl Rahner
Man kann lernen, im Alltag tote Augenblicke, in denen man nichts tun kann, in denen man warten und anstehen muss, durch Gebet zu heiligen.
Karl Rahner
Denn alle abstrakte Theologie liefe schließlich doch ins Leere, wenn sie sich nicht selber aufheben würde aus Worten über die Sache in ein Gebet hinein, in dem vielleicht doch geschehen könnte, worüber nur geredet wurde.
Karl Rahner
Glauben heißt: Die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang aushalten.
Karl Rahner
Gott sei Dank gibt es das nicht, was sich neunzig Prozent der Menschen unter Gott vorstellen.
Karl Rahner
Gott ist das letzte Wort vor unserem Verstummen.
Karl Rahner
Ich habe in dieser üblichen Banalität versucht, Gott zu dienen, fertig.
Karl Rahner
Es kommt alles darauf an, wie wir den Alltag bestehen. Er kann alltäglich machen. Er kann aber auch uns frei von uns selbst machen wie sonst nichts.
Karl Rahner
Es ist in der Praxis unserer Existenz eben doch so, daß die Annahme Gottes als des unverfügbaren Geheimnisses und die schweigende Annahme der Unerklärlichkeit und Unbeantwortbarkeit des Leides derselbe Vorgang sind.
Karl Rahner
Der absolute, selbst seine Vergangenheit tilgende Tod des Wortes 'Gott' wäre das von niemandem mehr gehörte Signal, daß der Mensch selbst gestorben ist.
Karl Rahner
Der Christ ist in seinem Glauben überzeugt, daß die Antwort, die er auf sein Leidproblem geben muß, nur möglich ist als durch die Gnade gegebener Mitvollzug der Antwort, die Jesus am Kreuz auf die Todesnot gegeben hat, in die er willig versank.
Karl Rahner
Die Bergpredigt verstehen kann nur ein Mensch, der den Mut hat, sich selbst radikal in Frage zu stellen - sich selbst, nicht die anderen, nicht nur dies und das an sich selbst.
Karl Rahner
Die Kirche der Zukunft muss vor allem eine Kirche lebendiger Spiritualität sein.
Karl Rahner
Ich habe kein Leben geführt; ich habe gearbeitet, geschrieben, doziert, meine Pflicht zu tun, mein Brot zu verdienen gesucht.
Karl Rahner
Wir sind seine Knechte nicht bloß, wenn wir seine hohen Dome füllen.
Karl Rahner
Christ sein, nicht weil man glaubt, sondern weil man für und vor sich selbst seinen Unglauben, der einen sonst zu sehr erschrecken würde, verstecken will.
Karl Rahner
Alles theologische Reden von Gott ist analog.
Karl Rahner
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Belege: spiegel.de, religionsphilosophischer-salon.de, d-nb.info, deutschlandfunk.de
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