Der Mensch schreit nach Gott, nicht nach einer Wahrheit, sondern nach der Wahrheit, nicht nach etwas Gutem, sondern nach dem Guten, nicht nach Antworten, sondern nach der Antwort, die unmittelbar eins ist mit der Frage... Nicht nach Lösungen schreit er, sondern nach Erlösung.
— Karl Barth (1886–1968), Theologe
Themen: Zweifel & Anfragen, Glaube & Vertrauen
Anlässe: Zum Nachdenken
Karl Barth
Der Schweizer evangelisch-reformierte Theologe Karl Barth (1886–1968) wirkte als Gemeindepfarrer im Aargau sowie als Universitätsprofessor in Deutschland und Basel. Als Mitbegründer der Dialektischen Theologie und Vordenker der Bekennenden Kirche wandte er sich gegen die liberale Kulturtheologie und verfasste maßgeblich die Barmer Theologische Erklärung von 1934. Für Bibelleser bleibt seine radikale Konzentration auf Gottes Selbstoffenbarung in Jesus Christus prägend, während seine theologische Haltung zur Erwählungslehre und seine jahrzehntelange Dreiecksbeziehung im eigenen Haushalt bis heute diskutiert werden.
Alle Zitate von Karl Barth (45)
Mehr zu diesem Thema
Der stärkste Glaube ist nicht ein Glaube, der niemals zweifelt. Vielmehr ist es ein Glaube, der durch Zweifel hindurch wächst.
Craig Groeschel
Ich glaube an das Christentum so, wie ich glaube, dass die Sonne aufgegangen ist: nicht nur, weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie alles andere sehe.
C.S. Lewis
Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.
Matthias Claudius
Der Griff unseres Glaubens, mit dem wir den Herrn festhalten, mag sich lockern. Aber der, an den wir glauben, hält uns mit seinem Griff fest.
Helmut Thielicke
Ein Mensch kann Gottes Herrlichkeit ebenso wenig schmälern, indem er sich weigert, ihn anzubeten, wie ein Wahnsinniger die Sonne auslöschen kann, indem er das Wort ‚Finsternis' an die Wände seiner Zelle kritzelt.
C.S. Lewis
Jetzt, da ich Christ bin, habe ich Stimmungen, in denen mir das Ganze sehr unwahrscheinlich vorkommt; aber als ich Atheist war, hatte ich Stimmungen, in denen mir das Christentum schrecklich wahrscheinlich vorkam.
C.S. Lewis
Der Glaube kommt und geht. Er steigt und fällt wie die Gezeiten eines unsichtbaren Ozeans. Wenn es anmaßend ist zu glauben, dass der Glaube für immer bei dir bleibt, so ist es ebenso anmaßend zu glauben, dass der Unglaube es tun wird.
Flannery O'Connor
Unsere Zweifel sind Verräter und lassen uns das Gute oft versäumen, das wir gewinnen könnten, weil wir zu wagen fürchten.
William Shakespeare
Alle Zitate · lumen.bible