Ich bin auf der Suche nach einer Zuflucht für mich selbst, und das Haus, das sie mir bieten wird, muss ich selbst Stein für Stein erbauen. So sucht sich jeder ein Haus, eine Zuflucht. Und ich suche immer nach einigen Worten.
— Etty Hillesum (1914–1943), Tagebuchschreiberin
Quelle: Une vie bouleversée, übers. Philippe Noble, S. 68
Themen: Sinn & Identität, Einsamkeit & Verlassenheit, Frieden & Ruhe
Anlässe: Zum Nachdenken
Etty Hillesum
Die niederländisch-jüdische Autorin Etty Hillesum führte während der nationalsozialistischen Besatzung in Amsterdam und im Durchgangslager Westerbork Tagebücher und Briefe, bevor sie 1943 in Auschwitz ermordet wurde. Ihre posthum veröffentlichten Schriften zeugen von einer undogmatischen Gottessuche, dem Verzicht auf Hass sowie dem Entschluss, das Schicksal ihres verfolgten Volkes solidarisch zu teilen. Für Bibelleser veranschaulichen ihre Texte ein Ringen um Glauben, Gebet und Mitmenschlichkeit unter extremen Bedingungen, auch wenn ihre Haltung von Kritikern mitunter als weltfremd diskutiert wurde.
Alle Zitate von Etty Hillesum (19)
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