Keine Macht im Universum kann sie dir rauben; niemand als du selbst kann sie auch nur schmälern. „Eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ Was Macht, Liebe oder Gegenwart von Menschen schaffen können – das können Macht, Hass oder Abwesenheit von Menschen auch zerstören. Aber die Freude des Gläubigen hat einen anderen Ursprung; da kein Mensch sie verliehen hat, kann sie auch kein Mensch nehmen. Sie hat Gott zu ihrem Urheber, den lebendigen Felsen der Ewigkeit als ihren ewig fließenden Quell, den Heiligen Geist als den goldenen Kanal, der sie ins Herz leitet. Da sie aus dem Quell der Freude fließt, ist sie unsterblicher Herkunft und weit außerhalb der Reichweite sterblicher Feinde. Alle Leiden der Erde, alle Versuchungen der Hölle sind vergeblich gegen diese Freude. Weit davon entfernt, durch das gemindert zu werden, was irdisches Glück zermalmen würde, entfaltet sie sich erst recht mitten im wütenden Orkain oder in der düsteren Nacht.
— John MacDuff (1818–1895), Pfarrer, Hymnendichter und Autor christlicher Erbauungsliteratur
Bibelstelle: JHN.16.22
Themen: Freude & Dankbarkeit, Glaube & Vertrauen, Frieden & Ruhe
Anlässe: Ermutigung, Trost
John MacDuff
John Ross Macduff (1818–1895) war ein schottischer presbyterianischer Pfarrer und Autor, der unter anderem in Glasgow und später in England wirkte. Im 19. Jahrhundert wurde er durch weit verbreitete Andachtsbücher, Gebetssammlungen und Kirchenlieder bekannt, die seelsorglichen Zuspruch und biblische Verheißungen in den Mittelpunkt stellten. Heutigen Bibellesern begegnen seine Schriften als Beispiele protestantischer Erbauungsliteratur, die biblische Texte auf persönliche Lebensfragen und Erfahrungen von Leid beziehen.
Alle Zitate von John MacDuff (11)
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