Wer eine unreine Tat begeht, bricht nicht einfach ein menschliches Gesetz und sündigt auch nicht bloß gegen den Gott, der ihm irgendwann in der Vergangenheit die Gabe des Geistes geschenkt hat. Er sündigt gegen den Gott, der in diesem Augenblick gegenwärtig ist, gegen den, der den Geist immerfort gibt. Die unreine Tat ist eine Verachtung von Gottes guter Gabe in ebendem Augenblick, in dem sie dargereicht wird … Diese Sünde zeigt sich erst in ihrem wahren Licht, wenn man sie als eine Entscheidung für die Unreinheit statt für einen Geist sieht, der heilig ist.
— Leon Morris (1914–2006), Neutestamentler
Bibelstelle: 1TH.4.8
Themen: Versuchung & Kampf, Ethische Fragen
Leon Morris
Leon Morris (1914–2006) war ein australischer anglikanischer Neutestamentler und langjähriger Leiter des Ridley College in Melbourne. Bekanntheit erlangte er durch fundierte Bibelkommentare sowie seine sprachwissenschaftliche Verteidigung der reformatorischen Lehre von der stellvertretenden Sühne gegen theologische Neuinterpretationen. Für Bibelleser verbinden seine Auslegungen bis heute eine genaue historisch-grammatische Textarbeit mit allgemeinverständlicher theologischer Orientierung.
Alle Zitate von Leon Morris (11)
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