Wir treten aus dem Schatten bald in ein helles Licht. Wir treten durch den Vorhang vor Gottes Angesicht. Wir legen ab die Bürde, das müde Erdenkleid. Sind fertig mit den Sorgen und mit dem letzten Leid. Wir treten aus dem Dunkel nun in ein helles Licht. Warum wir’s Sterben nennen? Ich weiß es nicht.
— Dietrich Bonhoeffer (1906–1945), Theologe und Widerstandskämpfer
Hinweis zur Zuschreibung: Dieses Gedicht kursiert vielfach unter Bonhoeffers Namen, ist ihm aber nicht sicher zuzuordnen.
Themen: Ewigkeit & Hoffnung über den Tod, Trauer & Trost
Anlässe: Abschied & Beerdigung
Dietrich Bonhoeffer
Dietrich Bonhoeffer (1906–1945) war ein deutscher lutherischer Theologe, Pfarrer und führender Vertreter der Bekennenden Kirche, der unter anderem in Berlin, London und Finkenwalde wirkte. Er prägte den Begriff der „teuren Gnade“ und schloss sich aus christlicher Überzeugung dem Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime an, weshalb er 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet wurde. Seine Schriften fordern Bibelleser bis heute heraus, theologische Erkenntnis mit gelebter Nachfolge und ethischer Zivilcourage in Krisenzeiten zu verbinden.
Alle Zitate von Dietrich Bonhoeffer (630)
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