Wenn man wirklich die Theologie der Kirche in Aktion sehen will, könnte man nachts über einen alten Kirchhof gehen. Geh umher und sieh die Grabsteine, die vom Wetter verwittert und abgetragen sind. Bedenke, dass unter deinen Füßen Männer und Frauen liegen, die einst jugendliche Haut, einen schnellen Schritt und einen vollen Terminkalender hatten, nun aber vergessene Knochen sind. Denke daran, dass die verstreuten Zähne in der Erde unter dir einst Hoffnungslieder sangen. Jetzt schweigen sie. Aber während du dort stehst, denke an das, woran jede Generation von Christen gegenüber der Drohung von Schwert, Guillotine und chemischen Waffen festgehalten hat: Diese Stille wird eines Tages durch einen Ruf vom östlichen Himmel unterbrochen werden, einen freudigen Ruf mit einem deutlich nordgaliläischen Akzent. Und genau dann wird das Leben erst richtig interessant.

Russell Moore (* 1971), Theologe, Ethiker, Autor und Publizist

Themen: Ewigkeit & Hoffnung über den Tod, Zeit & Vergänglichkeit, Hoffnung & Zuversicht

Anlässe: Zum Nachdenken, Abschied & Beerdigung

Russell Moore

Russell Moore (* 1971) ist ein US-amerikanischer Theologe, Ethiker und Publizist, der unter anderem die Kommission für Ethik und Religionsfreiheit der Southern Baptist Convention leitete sowie als Chefredakteur von Christianity Today wirkte. Er steht für eine evangelikale Theologie jenseits parteipolitischer Vereinnahmung, wandte sich öffentlich gegen christlichen Nationalismus und kritisierte innerkirchliche Versäumnisse bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch. Heutigen Bibellesern vermittelt er Impulse für eine ethisch reflektierte und gesellschaftlich engagierte Nachfolge in säkularen wie polarisierten Kontexten.

Alle Zitate von Russell Moore (6)

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Ich frage mich: Was bedeutet die Hölle? Ich behaupte: die Unfähigkeit zu lieben.

Fjodor Dostojewski

Gott hat die Ewigkeit in unser Herz hineingelegt und es mit Sehnsucht erfüllt.

John Piper

Wenn ich in mir ein Verlangen finde, das keine Erfahrung in dieser Welt stillen kann, ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass ich für eine andere Welt geschaffen wurde.

C.S. Lewis

Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann, um zu gewinnen, was er nicht verlieren kann.

Jim Elliot

Ich möchte, dass ihr wißt: Wir werden Gottes Reich erreichen. Daher bin ich heute glücklich. Ich mache mir über nichts Sorgen. Meine Augen haben die Herrlichkeit des kommenden Herrn gesehen.

Martin Luther King

Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.

Dietrich Bonhoeffer

Wir wissen nicht, was kommt; aber wir wissen, wer kommt. Das heißt: die Angst verlieren, weil ich die letzte Wirklichkeit kenne.

Helmut Thielicke

Der Tod ist seinem Wesen nach beseitigt, nur sein Schatten bleibt … Niemand fürchtet sich vor einem Schatten, denn ein Schatten kann einem Menschen nicht einmal für einen Augenblick den Weg verstellen. Der Schatten eines Hundes kann nicht beißen; der Schatten eines Schwertes kann nicht töten.

Charles Haddon Spurgeon

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