Zitate von Edward Welch
Edward Welch (* 1953) — Psychologe, Seelsorger und Autor · evangelikal-reformiert · USA
Der US-amerikanische Psychologe und Theologe Edward T. Welch lehrt seit 1981 an der Christian Counseling & Educational Foundation sowie am Westminster Theological Seminary in Pennsylvania. Er gilt als einflussreiche Stimme der biblisch-reformierten Seelsorgebewegung zu Themen wie Depression, Scham und Angst, wobei die Skepsis dieses Ansatzes gegenüber säkularen psychiatrischen Modellen fachlich debattiert wird. Bibellesern vermitteln seine Schriften eine seelsorgliche Lebenshilfe, die emotionale Nöte und zwischenmenschliche Konflikte aus einer dezidiert biblischen Perspektive deutet.
Epoche: Gegenwart
Wiederkehrende Themen: Schuld & Vergebung, Freiheit & Wahrheit, Demut & Stolz, Sinn & Identität, Versuchung & Kampf, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Beziehung & Familie, Angst & Sorge
Zitate von Edward Welch
Wenn die Erkenntnis der Sünde zerbricht, dann zerbricht sie den Stolz, nicht unser Selbst.
Edward Welch
Auf dieser Seite des Kreuzes bleibt das Elend, aber die Waage neigt sich zur Freude.
Edward Welch
Schuldgefühl ist ein hervorragendes Warnsignal, das anzeigt, dass etwas nicht stimmt. Doch wenn es zu lange anhält, wird es zum Nährboden für die Lügen des Satans und lähmt das geistliche Wachstum.
Edward Welch
Die Gemeinde muss auf den niedergeschlagenen Menschen zugehen und mit den Weinenden weinen (Röm 12,15), um Gottes Rettung beten (2. Kor 1,9–11) und nach ermutigenden Worten suchen, die segnen und Hoffnung schenken.
Edward Welch
Die „Furcht vor Menschen“ trägt viele Namen. In der Jugend nennen wir sie „Gruppenzwang“. Wenn wir älter werden, heißt sie „Gefallsucht“. Neuerdings spricht man von „Co-Abhängigkeit“. Mit diesen Begriffen im Hinterkopf können wir die Menschenfurcht überall entdecken.
Edward Welch
Eine gereifte Furcht des Herrn ähnelt eher Ehrfurcht, Hingabe und Anbetung. Sie ist eine Antwort, die sagt: „Deine Herrlichkeit ist unwiderstehlich.“ „In deiner Gegenwart zählt nichts anderes. Du bist alles, was ich mir wünsche.“ Und sie ist eine Antwort, die handelt. Sie tut etwas. Sie ist nicht bloß passive Hingabe; sie folgt Christus im Gehorsam nach. Sie sucht seinen Willen und kann es kaum erwarten, ihn zu tun.
Edward Welch
Das ist einer der großen Segen der Gottesfurcht: Wir denken seltener an uns selbst. Wenn ein Herz sich mit der Größe Gottes füllt, bleibt weniger Raum für die Frage: „Was werden die Leute von mir denken?“
Edward Welch
Wenn wir Sünde sehen, sind wir nahe am Licht. Erst wenn wir keine Sünde sehen, sollten wir unserem Herzen misstrauen (1. Joh 1,8).
Edward Welch
Menschen, die es allen recht machen wollen, können „Nettigkeit“ mit Liebe verwechseln. Wenn sie das tun, sind sie anfällig dafür, von anderen benutzt zu werden, und der Zusammenbruch bleibt nicht aus. Sie können auch das „Ja“ mit Liebe verwechseln.
Edward Welch
Unser Vater ist schlicht geneigt, zu vergeben. Das unterscheidet ihn von allen erfundenen Göttern und von der ganzen Menschheit. Er wartet nur darauf, beim leisesten Anzeichen, dass wir Sünde und Schuld eingestehen, zu vergeben (Jer 3,13).
Edward Welch
Wer in einer Beziehung den ersten Schritt tut – wer am meisten liebt –, ist der, der die Demütigung riskiert.
Edward Welch
Die Schrift sieht Umkehr als einen Weg in die Freiheit, nicht in die Verdammnis.
Edward Welch
Kinder, deren Stärken und Schwächen von der Norm abweichen, erfordern aufmerksamere Beobachtung und kreatives Lehren. Denken Sie daran, dass auch diese Kinder von Gott gegebene Stärken haben und dass ihre Schwächen ihr Wachstum in den Dingen, die am wichtigsten sind, nicht aufhalten werden.
Edward Welch
Jesus deutete Nöte stets im Licht des Endes der Geschichte – und am Ende der Geschichte werden wir frei von Scham sein.
Edward Welch
Wenn wir wütend auf Gott sind, sollten wir uns daran erinnern, dass seine Liebe weit tiefer reicht, als wir begreifen. Unsere Wut zeigt nur, dass wir kleine Kinder sind, die meinen zu wissen, was das Beste ist.
Edward Welch
Wir halten es für sicherer und wirksamer, bei anderen Menschen Linderung für unsere Leere zu suchen. Das verstärkt unsere irrige Vorstellung, Menschen könnten die Antwort auf unsere Sehnsucht sein. Die Liebe, nach der wir uns verzehren, kann jedoch nur im lebendigen Gott gefunden werden.
Edward Welch
Anders als wir vielleicht denken, sagt Gott, dass starker Glaube mit emotionalen Höhen, Tiefen und allem dazwischen zusammenbestehen kann. Es ist ein Mythos, dass Glaube immer lächelt. Die Wahrheit ist, dass Glaube oft wie der gewöhnliche Vorgang aussieht, einen Fuß vor den anderen zu setzen, weil wir uns Gottes bewusst sind.
Edward Welch
Wir stehen am Scheideweg zwischen der Furcht vor Menschen und der Furcht Gottes. Der Weg zur Menschenfurcht kann sich als Ansehen der Person zeigen, als Wunsch, dass andere gut von dir denken, als Angst, von ihnen bloßgestellt zu werden, oder als Erdrücktsein von der Macht, die du ihnen zuschreibst. Wenn diesen Ängsten nicht die Furcht des Herrn entgegengesetzt wird, können die Folgen verheerend sein. Aber wenn Gott den Platz bekommt, der ihm in unserem Leben zusteht, können alte Fesseln zerbrechen.
Edward Welch
Die meisten Sünden sind gottlose Übertreibungen von Dingen, die an sich gut sind.
Edward Welch
Leiden ist Gottes chirurgischer Eingriff, der zur Gesundheit führt, wenn wir im Glauben darauf antworten.
Edward Welch
Das radikalste Mittel gegen Menschenfurcht ist die Gottesfurcht. Gott muss für dich größer sein als die Menschen.
Edward Welch
Das eigentliche Wesen aller Süchte besteht darin, dass wir uns entschieden haben, die Grenzen des Reiches Gottes zu verlassen und im Land der Götzen nach Segen zu suchen. Wenn wir uns Götzen zuwenden, sagen wir damit, dass wir etwas in der Schöpfung mehr begehren als den Schöpfer selbst.
Edward Welch
Wir sind nicht dazu berufen zu lieben, weil andere Menschen leer sind und Liebe brauchen, sondern weil Liebe der Weg ist, auf dem wir Christus nachahmen und Gott verherrlichen.
Edward Welch
Was auch immer unsere Zuneigung gewinnt, wird unser Leben beherrschen.
Edward Welch
Im Gegensatz zu Menschen, die es allen recht machen wollen, sind nur Menschen, die lieben, in der Lage, jemandem entgegenzutreten.
Edward Welch
Ängste sind laut und fordernd. Auch wenn man weiß, dass sie irrational sind, können sie einen dennoch beherrschen. Es ist schwer, gegen Gefühle zu argumentieren, die so intensiv sind, und leicht, unseren ungenauen Deutungen treu zu bleiben.
Edward Welch
Uns kümmert mehr, dumm dazustehen (Menschenfurcht), als sündig zu handeln (Gottesfurcht).
Edward Welch
Lügen und andere Weisen, im Dunkeln zu leben, sind meist Wege, vor anderen besser dazustehen.
Edward Welch
Sind nicht die beliebtesten Missionsreisen diejenigen, die uns weit weg von unserer eigenen Nachbarschaft führen? Russland ist einfach; die eigene Nachbarschaft ist eine ständige Herausforderung. Hat je jemand beim Bezeugen des Evangeliums durchgehend die Kühnheit und Klarheit Jesu gehabt? Niemals. Hat je jemand beim Evangelisieren die Menschenfurcht völlig vermieden? Ganz sicher nicht. Der Botschaft vom Kreuz wohnt eine gewollte »Torheit« inne. Die klare Verkündigung des Evangeliums lässt uns nicht gut dastehen. Sie macht uns nicht beliebt.
Edward Welch
Es fällt viel leichter, von Jesus zu sprechen, wenn uns sein Leben beständig in Staunen versetzt. Dann kehren wir um von unserer Furcht vor der Ablehnung durch andere Menschen.
Edward Welch
Wenn eine Schlange deinen Weg kreuzt und Lügen spricht, solltest du vor ihr fliehen oder sie töten. Du solltest dich nicht zu einem gemütlichen Plausch mit ihr hinsetzen.
Edward Welch
Sag nicht: „Wie könnte Gott mir das vergeben!“ (was auch immer das ist). Denke nicht, Gottes Vergebung sei eine widerwillige Vergebung, und leugne damit einen Teil seiner herrlichen Liebe. Und denke nicht, seine Verheißungen gelten nur anderen. Wenn du so denkst, musst du erkennen: Deine Sünden, wie groß sie auch sind, sind nicht größer als Gottes Freude am Vergeben.
Edward Welch
Gott ergreift die Initiative und kommt uns entgegen; wir ergreifen die Initiative gegenüber anderen.
Edward Welch
Sünde verliert meist an Reiz, wenn man sie einmal aus der Nähe betrachtet.
Edward Welch
Die Diagnose der Sünde ist niemals das letzte Wort. Das letzte Wort heißt vielmehr Jesus Christus. Sünde sollte uns direkt zu Jesus führen. Der Weg aus Süchten führt darüber, mehr über Jesus, den Erlöser und Befreier, zu sprechen als über die Sünde… Die biblische Mathematik lautet: Für jeden Blick auf deine Sünde richte zehn Blicke auf Christus.
Edward Welch
Der Weg, die mit der Sünde verbundene Scham zu beseitigen, besteht darin, die Sünde zu bekennen, darauf zu vertrauen, dass Gott die Sünde vergibt, und den Kampf gegen sie aufzunehmen.
Edward Welch
Die Schrift erwartet nie von uns, dass wir Gottes Gebote an uns losgelöst von der ernsthaften Betrachtung dessen hören, was Gott in Christus für uns getan hat.
Edward Welch
Was kommt dabei heraus, wenn wir Menschen zu Götzen machen? Wie bei jedem Götzendienst besitzt uns bald der Götze, den wir zu verehren wählen. Das, was wir fürchten, überwältigt uns. Obwohl er an sich bedeutungslos ist, wird der Götze riesig und beherrscht uns. Er sagt uns, wie wir denken, was wir fühlen und wie wir handeln sollen. Er sagt uns, was wir anziehen, er sagt uns, über den schmutzigen Witz zu lachen, und er sagt uns, zu Tode erschrocken zu sein, weil wir vielleicht vor eine Gruppe treten und etwas sagen müssen. Die ganze Strategie schlägt zurück. Wir rechnen nie damit, dass wir am Ende Sklaven derer sind, die wir benutzt haben, um unsere Wünsche zu stillen.
Edward Welch
Scham galt ursprünglich als Folge eines Problems zwischen Gott und uns. Heute ist sie auf alles reduziert, was uns hindert, gut über uns selbst zu denken.
Edward Welch
Jesus, der uns vor der Hölle rettet, ist auch derjenige, der am meisten über sie spricht.
Edward Welch
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