Denn dieses schlichte Vertrauen und die völlige Übergabe unser selbst an die anbetungswürdige Vorsehung Gottes — nichts zu wollen als das, was er will, und weil er es will — ist eine Verfassung der Seele, deren Vortrefflichkeit ich Ihnen nicht schildern kann; sie macht unsere Schwäche uns ebenso dienlich wie unsere Stärke. Lassen Sie mich Sie deshalb bitten: Legen Sie diese Gesinnung an, ergreifen Sie sie mit aller Kraft, und machen Sie alles, was Sie hören oder sehen oder in sich selbst, in der Welt, in der Religion oder in der Vorsehung vorfinden, zu ebenso vielen neuen Anlässen, sich Gott anzuvertrauen — in einem Glauben ohne Grenzen, in einer Hingabe ohne Vorbehalt.
— William Law (1686–1761), Theologe
Themen: Glaube & Vertrauen, Führung & Gottes Wille, Demut & Stolz
Anlässe: Zum Nachdenken
William Law
William Law (1686–1761) war ein englischer Geistlicher und theologischer Schriftsteller, der nach der Verweigerung des Treueeids auf Georg I. vor allem in King’s Cliffe lebte und wirkte. Er forderte in einflussreichen Erbauungswerken wie „A Serious Call to a Devout and Holy Life“ eine radikale, praktische Nachfolge Christi, während seine spätere Hinwendung zur theosophischen Mystik Jakob Böhmes theologische Kritik von Zeitgenossen wie John Wesley auslöste. Für heutige Bibelleser bietet sein Werk pointierte Impulse zu einer Frömmigkeit, die Gebet, persönliche Disziplin und tätige Nächstenliebe im Alltag zusammenführt.
Alle Zitate von William Law (21)
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