Ich höre überall Menschen um mehr Glauben beten, aber wenn ich ihnen aufmerksam zuhöre und zum eigentlichen Kern ihres Gebets gelange, ist es sehr oft gar nicht mehr Glaube, was sie sich wünschen, sondern der Wechsel vom Glauben zum Schauen. Der Glaube sagt nicht: „Ich sehe, dass es gut für mich ist, also muss Gott es geschickt haben“, sondern: „Gott hat es geschickt, und deshalb muss es gut für mich sein.“ Der Glaube, der mit Gott im Dunkeln wandelt, bittet Ihn nur darum, seine Hand fester zu umschließen.
— Phillips Brooks (1835–1893), Geistlicher
Themen: Glaube & Vertrauen, Gebet & Stille
Anlässe: Zum Nachdenken
Phillips Brooks
Phillips Brooks war ein US-amerikanischer Geistlicher und Bischof der Episkopalkirche im 19. Jahrhundert, der vor allem als einflussreicher Kanzelredner an der Trinity Church in Boston wirkte. Bekannt wurde der Vertreter der liberalen „Broad Church“-Strömung als Textdichter des Weihnachtsliedes „O Little Town of Bethlehem“ sowie durch seine Definition der Predigt als Vermittlung von Wahrheit durch Persönlichkeit. Heutigen Bibellesern begegnet er vor allem durch Zitate, die eine persönliche Christusbeziehung, Seelsorge und tätige Nächstenliebe über dogmatische Streitigkeiten stellen.
Alle Zitate von Phillips Brooks (35)
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