Mein Vater, ich überlasse mich dir. Mach mit mir, was du willst. Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir. Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an. Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott. In deine Hände lege ich meine Seele; ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe, und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen; denn du bist mein Vater.
— Charles de Foucauld (1858–1916), Mystiker
Themen: Glaube & Vertrauen, Gebet & Stille
Anlässe: Abschied & Beerdigung, Trost
Charles de Foucauld
Charles de Foucauld (1858–1916) war ein französischer Offizier und katholischer Priester, der nach einer radikalen Bekehrung als Eremit in der algerischen Sahara unter den Tuareg lebte. Er steht für das Ideal einer stillen Christusnachfolge in Armut und Gastfreundschaft als „universeller Bruder“, wenngleich seine Nähe zum französischen Kolonialmilitär historisch kritisch diskutiert wird. Bibellesern vermitteln seine Schriften und Gebete bis heute ein Beispiel für bedingungsloses Gottvertrauen und gelebte Solidarität mit den Ärmsten.
Alle Zitate von Charles de Foucauld (30)
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